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Sonntag, 11. Januar 2015

Mache deine Umgebung zur Muckibude! Part 2

Im zweiten Teil meines interaktiven Beitrags "Mach deine Umgebung zur Muckibude!" möchte ich euch zeigen, welches Workout ich aus euren gesendeten Posts und Videos zusammengestellt habe. Dabei habe ich einen Teil in meiner Wohnung und den Rest draußen auf einem Spielplatz gemacht. Leider gab es ausgerechnet in der Nacht zuvor das erste Mal Schnee, deshalb musste ich mir kurz den Bodybuilding Grundsatz "No pain, no gain" ins Gedächtnis rufen, um die nötige Motivation zu finden.
Über den Kommentar "..., dass man auch mit einem Handtuch gut trainieren kann." war ich etwas überrascht. Ich habe in meinem bisherigen Leben Handtücher nur zum Abtrocknen benutzt und musste erst mal ein wenig googeln, um zu schauen, wie sie sich in das Training einbinden lassen. Doch ich bin schnell auf gute Übungen gestoßen, die die Muskeln zum Zittern und Wachsen bringen. Seht selbst welches Workout ich erstellt habe, bei dem ihr nur mit Dingen die euch umgeben und euren eigenem Körpergewicht trainiert:

Übung 1:  Gleitende Liegestütz
Ausführung: Ihr benötigt einen glatten Untergrund und zwei gefaltete Handtücher. Ihr stellt euch auf die Fußspitzen, streckt eure Hände zur Seite aus und stützt euch auf einem Handtuch ab. Haltet die Arme gestreckt und versucht dabei die Hände aufeinander zuzubewegen, sodass die Endposition wie bei einer klassischen Liegestütz aussieht. Es ist wichtig, dass der Körper dabei eine gerade Linie bildet und die Arm-, Schulter- und Rumpfmuskeln dabei angespannt sind.Anschließend lässt man die Arme wieder langsam zur Seite gleiten, bis die Brust fast den Boden berührt.

Zielmuskel: Großer Brustmuskel und Trizeps








Übung 2: Bizepscurls mit einem Handtuch
Ausführung: Nehmt ein langes Handtuch in beide Hände und spannt es unter einen Fuß. Danach versucht ihr es langsam zu euch zu ziehen, während ihr mit dem Fuß dagegenhaltet. Es ist wichtig, dabei einen festen Stand zu haben.
Zielmuskel:
Bizeps




















Übung 3: Kopfüber die Treppen runterlaufen
Ausführung: Ihr legt eure beiden Arme auf eine Treppenstufe und die Füße auf eine weitere dahinter. Danach "geht" ihr einfach nach und nach die Treppen runter in dem ihr die Arme immer wieder eine Stufe weiter nach vorne setzt und die Beine daraufhin nachzieht.
Zielmuskel: Deltamuskel




















Übung 4: Superman
Ausführung: Legt euch auf den Boden und streckt die Arme und Beine aus. Danach hebt die Arme und Beine und streckt sie, soweit es geht, sodass nur noch die Hüfte und die Rumpfvorderseite auf dem Boden liegen.

Zielmuskel:
Rückenstrecker
und Gesäßmuskel







Für den restlichen Teil des Workouts habe ich mich auf einen Spielplatz begeben.

Übung 5: Dips
Ihr sucht euch zwei Stangen, die parallel zueinander sind und stützt euch mit den armen darauf ab, während ihr die Beine leicht anhebt. Dann geht ihr mit den Armen langsam runter, bis ein Winkel von 90 Grad erreicht ist und drückst euch wieder hoch. Wichtig ist dabei die gerade Haltung eures Oberkörpers.
Zielmuskel: Brustmuskel und Trizeps



Übung 6: Hocksprünge
Ausführung: Stellt euch vor eine Bank oder einen Kasten, auf den ihr draufspringen könnt. Geht in die Hocke und springt dann aus dem Stand auf den Gegenstand. Schwingt eure Arme beim Sprung mit und zieht die Beine an die Brust heran.

 



















Übung 7: Klimmzüge
Ausführung: Umfasst eine Schaukel oder eine andere Stange über euren Kopf mit euren Armen und winkelt die Beine leicht an. Danach zieht ihr eure Brust Richtung Stange.
Zielmuskel: Breiter Rückenmuskel, Trapezmuskel und Bizeps




















Übung 8: Liegestütz auf der Schaukel
Ausführung: Leg deine Füße auf der Schaukel ab und geh in die Liegestützposition. Senk dann den Körper zu Boden bis deine Nase fast den Boden berührt und versuch die Körperspannung zu halten. Fortgeschrittene können hier in der Startposition die Beine zur Brust ziehen, um den Bauch mitzutrainieren.
Zielmuskel: Großer Brustmuskel, Trizeps, Bauchmuskulatur



                                                                                                                       














Übung 9: Situps auf der Rutsche
Ausführung: Leugt euch mit den Kopf voran auf eine Rutsche, so dass ihr nicht runtertutschen könnt. Dann winkelt die Arme leicht an und hebt den Oberkörper Richtung Füße.
Zielmuskel: Bachmuskulatur





















Wiederholt jeden Übungsablauf so oft, bis ihr nicht mehr könnt und ihr werdet sehen, dass ihr allein von dem Eigengewichtstraining einen brennenden Muskelkater kriegen werdet! :)

Samstag, 10. Januar 2015

Fitnessstudiovergleich Teil 3: Das Wellnesscenter

„Seit April 2011 bieten wir allen Fitnessbegeisterten Menschen eine Fitnessoase der Extraklasse – und zwar zu einem absoluten Discountbeitrag!“ Mit diesen Worten wirbt das Fitnessstudio Sportsfreund auf seiner Homepage. Wir stellten uns natürlich sofort die Frage, was dahintersteckt und deshalb beschlossen Yannik und ich für den dritten und letzten Teil unseres Fitnessstudiovergleichs die Dinge vor Ort ein wenig genauer anzuschauen. Obwohl Yannik es mit dem Radeln im Winter eigentlich sein lassen wollte, trieb es ihn doch mit seinem BMX in den Skatepark. Nur wenige Zeit später, nachdem er losgeradelt war, bekam ich eine Nachricht von ihm aus dem Krankenhaus: „Scheiße Hand gebrochen!“
Ob ihm beim Fahren ein Fehler unterlaufen ist oder ob sein Sturz wirklich an der „plötzlich auftretenden Windböe von der Seite“  lag ist mir bis heute nicht bekannt. Fakt war jedenfalls, dass das Training für ihn bis auf Weiteres ausfällt. Doch als er davon hörte, dass diesmal das Wellnessstudio auf dem Plan stand, erklärte er sich doch bereit mitzukommen. „Du übernimmst das mit den Hanteln und ich schau mir mal den Saunabereich genauer an“, schlug er begeistert vor.

Mit Gipsarm zum Probetraining


Das freundliche Personal am Empfangstresen wirkte zunächst zwar etwas verwirrt, als sich Yannik mit seiner Gipshand zum Probetraining anmeldete, hatte jedoch kein Problem mit unserer heutigen Rollenteilung. Während Yannik mit einem sichtlich zufriedenen Gesichtsausdruck Richtung Wellnessbereich geführt wurde, zeigte mir ein anderer Trainer die Geräte. Schnell merkte ich, dass der Trainer eine gute fachliche Ausbildung hatte. Er erkundigte sich bei mir nach meinen Trainingszielen und erstellte mir daraufhin einen individualisierten Trainingsplan. So eine gute Betreuung hatten wir in den vorherigen Studios noch nicht bekommen. Danach fing ich mit dem Training an. Das Studio hat eine sehr gute Auswahl von Geräten, jedoch ist der Freihantelbereich ein wenig zu klein. Im Cardiobereich wird auf dem Laufband die Pulsfrequenz gleich mitgemessen und man kann dort sogar seinen IPod anschließen. Toll ist auch das vielseitige Kursangebot, welches hier im Gegensatz zum Discounter von einem professionellen Trainer und nicht von einer Stimme aus den Lautsprechern geleitet wird. Am besten ist jedoch das Indoorcycling-Programm. Hier sitzt man vor einer großen Leinwand auf einem Rad und muss je nach Schwierigkeit in die Pedalen treten. Dabei laufen auf der Leinwand Aufnahmen aus den Bergen von einer Helmkamera, sodass das Gefühl entsteht als würde man durch herrliche Landschaften radeln. Diese Art von Radfahren wäre für Yannik definitiv die gesündere Alternative gewesen.


Gratis Shakes und Verträge ohne Flexibilität

Ziemlich ausgelaugt von dem anstrengenden Training treffe ich dann am Ende auf einen zutiefst entspannten Yannik. Während ich beim Radeln an meine körperlichen Grenzen kam, schien er es sich gut gehen zu lassen haben. „Erst war ich saunieren und habe den angenehmen Duft von dem Eukalyptusaufguss genossen. Danach habe ich mich auf der Terrasse etwas abgekühlt und abschließend im Ruheraum auf einer Liege neben einem Wasserbrunnen gechillt“, berichtet er voller Begeisterung. 
Zum Ende unseres Probetrainings setzen wir uns mit einem der Trainer in die Sessel des Wartebereichs und kriegen einen Eiweißshake serviert. „Muskeln aufbauen werde ich zwar davon nicht, aber gut schmecken tut er trotzdem“, stellt Yannik fest während er genüsslich aus seinem Stracciatellashake schlürft. Gut sind auch die Vertragspreise, die er uns zeigt. Das Training kostet gerade einmal 20 Euro im Monat. Jedoch muss man sich dafür auch für ganze 24 Monate verpflichten. „Ich werde wohl noch ein Semester länger studieren müssen, aber zwei Jahre muss ich hoffentlich nicht mehr in Wilhelmshaven sein“, merkt Yannik daraufhin an. Dann erklärt uns der Trainer, dass es auch zwölf-Monats-Verträge gibt. Diese Kosten jedoch über 30 Euro, was ein fairer Preis ist, aber für uns Studenten zu viel. Außerdem stört es uns, dass der Vertrag nicht stillgelegt werden kann, wenn man sich auf Reisen oder in einem Praxissemester befindet.

Damit haben wir auch den letzten Studiotypen getestet und wie folgt bewertet:

Das Fazit des Vergleichs:
Als Ergebnis des Vergleichs lässt sich nicht sagen, welches Studio für dich das Beste wäre, da alle ihre unterschiedlichen Vorteile haben. Yannik hätte sich aus finanziellen Gründen und weil er schon Trainingserfahrung hat, wohl für den Discounter entschieden. Solltest du jedoch eher der Typ sein, der eine ruhige persönliche Atmosphäre bevorzugt, musst du dafür in das Vereinsstudio gehen. Hast du etwas mehr im Geldbeutel und brauchst neben dem Hantelraum auch eine Wohlfühloase, ist das Wellnesscenter für dich die beste Alternative. Am Besten überlegt ihr euch selbst welche Punkte für euch am Wichtigsten sind und schaut in der zusmmenfassenden Graphik, welches Studio zu euch passt. Bei eurer Entscheidung sollte auch immer die Entfernung eine wichtige Rolle spielen, damit ihr es dem inneren Schweinehund so schwierig wie möglich macht, euch auf dem Weg zum Training im Wege zu stehen. 
Hier ist unsere Gesamtbewertung für die Studios zum Vergleich in der Übersicht: